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JaPOW auf Hokkaido!
JaPOW auf Hokkaido!

JaPOW auf Hokkaido!

Japans nördliche Insel und ihre Westküste – „the place to be“ für alle, die sich im Schnee vergnügen wollen! Nachdem wir im letzten Frühjahr in der Gegend um Nagano (LINK zum Beitrag) waren und es grandios fanden, aber immer wieder von Hokkaido hörten, wollen wir es jetzt wissen. Recht schnell merken wir, dass dort wirklich der Bär brummt – die Preise für die Unterkünfte sind astronomisch. Ferienhäuser für vier Personen, also mit zwei Schlafzimmern, kosten in der Hauptsaison schnell über 1.000 Euro am Tag. Das Fünf-Sterne-Hotel am Fuß der Piste kostet während unseres Aufenthaltes – jetzt in der Nebensaison – gute 950 Euro je Nacht. In der Hauptsaison ist ein Mindestaufenthalt von 7 Nächten für gute 16.000 Euro machbar – für nächstes Frühjahr ist schon alles ausgebucht *puh*.

Da wir so sehr vom Schnee in Sapporo geschwärmt haben, haben sich unsere Freunde Helen und Ian angeschlossen. Ihr kleiner Sohn ist schwer von allen Maschinen, Autos usw. begeistert – wir verstehen uns gut :). Anfänglich sind wir auch guter Dinge, was die Anreise angeht, da wir einen Direktflug in das Skigebiet von Peking aus gebucht haben – unsere Snowboards werden ebenfalls transportiert. Dann gibt es politische Querelen und eine Reisewarnung für chinesische Staatsbürger in Richtung Japan, chinesische Fluglinien streichen konsequent Verbindungen. Unser Direktflug fällt dem Blödsinn ebenfalls zum Opfer, und wir müssen nun über Tokio fliegen. Die regelrechte Jagd auf die letzten verfügbaren Tickets beginnt!

Nach einem wirklich langen Reisetag kommen wir im Dunkeln in unserem tollen Ferienhaus (mit privatem Outdoor-Onsen) an und schlafen die erste Nacht wie Steine.

Mein Biorhythmus scheint dem eines Kleinkindes sehr zu ähneln – so sind wir beide früh am Morgen noch vor sechs Uhr wach. Ich wage es nicht, den Kleinen aus dem Bett zu holen, weil er nachts (tagsüber geht es schon ohne) noch mit Windeln schläft – und das ist, anders als an Weihnachten, kein Geschenk, diese morgens zu öffnen…

Es schneit übrigens nicht mehr jeden Tag enorm viel. Bis dato hat es diesen Winter über 12 Meter Schnee gegeben. Einige Wochen vor unserem Besuch kam es jedoch zu einer quasi winterlichen Hitzewelle mit deutlichen Plusgraden. Der Schnee schmolz an, und anstatt frischen Pulverschnee gab es Regen. Der Regen führte dann noch dazu, dass der bislang erhaltene Pulverschnee stark komprimiert wurde. Wir erleben also sehr viel Schnee und sind immer fluffig unterwegs, aber die Bedingungen, für die diese Region bekannt und berühmt ist, kennen wir somit auch noch nicht. Im Allgemeinen sprechen die Wintersportler hier von schlechtem Wetter, wenn die Sonne scheint…

Egal, wir finden das Wetter herrlich! Die Landschaft sieht toll aus! Das Essen schmeckt köstlich! Die Skigebiete sind mega! Wir haben eine ganze Woche sehr viel Spaß! Den Vulkan kann man übrigens im Winter mit kundigem Führer als Tour besteigen, dann in den Krater abfahren – Retour!! Am letzten Tag haben wir nochmal extra Traumwetter mit frischem Powder in einem unfassbar wenig besuchten Skigebiet. Wir fahren immer und immer wieder durch unberührtes Gelände- ein Traum. Im Sommer ist die ganze Region wohl ein sehr tolles Wandergebiet mit Campingplätzen und allem, was man so braucht. Wir wollen uns das bestimmt in Zukunft noch einmal genauer anschauen.


Stationen in der Region

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