Ich fange mal mit der Arbeit an ;). Anfang September erneuern wir die Radiotechnik in unserem Studio. Dafür kommt ein Kollege aus Hamburg nach Peking und so ist auch Sightseeing ein Teil meiner Arbeit! Könnte schlimmer sein. Unser Büro bekommt auch mal wieder tierischen Zuwachs. Das kleine wuschelige Meerschweinchen ist gerade mal drei Tage alt. Es heisst 小七 – Kleine Sieben. Warum, das hab ich leider vergessen… Und unser Balkon zuhause bekommt ebenso Zuwachs! Einen Zitronenbaum. Und wir können mittlerweile versichern: die Zitronen sind sehr sauer!!

















Mitte September ist Nicole für eine Woche zu Besuch. Das ist schon ihr zweites mal bei uns in Peking und so unternehmen wir mal ein paar andere Sachen als die üblichen. Naja, los geht es mit einem Kochkurs- und das haben wir auch schon beim letzten mal gemacht. Aber dieses mal gibt es natürlich andere Gerichte. Zitronengras-Fisch, Lotus- und Auberginen-Burger und Wontons. Lecker!!










An einem eher trüben Tag fahren wir erst zum Panjiayuan-Markt und dann zum Sommerpalast. Eine sehr erfolgreiche Shopping- und Sightseeing-Tour! Und die Sonne kommt pünktlich zum ihrem Untergang dann auch nochmal raus. Abends gehen wir schick essen. Wir wollen mal ein Michelin-Stern-Restaurant ausprobieren. Die meisten davon in Peking haben französische oder Shanghai-Küche. Es soll natürlich chinesisches Essen sein und möglichst nicht Shanghai-Küche (nicht mein Favorit) und nicht in einem sterilen 5-Sterne-Hotel. Ich hab mich vorher durch alle möglichen Online-Speisekarten gewühlt und war etwas besorgt wegen der wilden Innereien- und Meeresfrüchte-Gerichte. Deshalb hab ich dann in einem vegetarischen Restaurant reserviert. Das Restaurant ist echt total schön und gar nicht so spießig, wie man sich das vielleicht vorstellt. Das Essen ist auch sehr lecker, aber definitiv zu viele Pilze! Ich glaube, von ungefähr 15 Gängen sind bestimmt 10 mit Pilzen. Ist wohl grad Saison. Es ist jedenfalls nicht so spektakulär, wie wir gehofft hatten. Es gibt ja hier so viele verschiedene leckere Tofusorten und ganz viel Gemüse, das es bei uns nicht gibt, aber der Koch steht wohl einfach mehr auf seine Pilze. Die Weinbegleitung (chinesischer Wein) ist dafür aber sehr gut.

















Am nächsten Tag geht’s Richtung Chinesische Mauer. Dieses mal werden wir dort übernachten. Das kleine Hotel ist einfach wunderschön und wir sind die einzigen Gäste! Wir unternehmen am Nachmittag schon mal eine erste Wanderung, um die Lage zu checken. Zum Glück! Denn am Startpunkt der Wanderung hoch zur wilden Mauer werden wir abgewimmelt! Niemand darf mehr hoch, neue Gesetze, sagt der Aufpasser. Wir diskutieren eine Weile, aber er bleibt dabei. Wir tauschen noch unsere WeChat-Kontakte aus und er verspricht, nochmal „bei der Regierung“ nachzuhaken. Wir wandern dann noch durch den Kastanienhain des Hotels zu einem Picknickplatz. Zurück im Hotel bekommen wir erst einen Nachmittagssnack und Tee und später ein köstliches Abendessen, mit Zutaten aus dem eigenen Gemüsegarten. Tatsächlich meldet sich der Maueraufpasser dann nochmal per Videoanruf. Er hat gleich seine Freunde mit zugeschaltet und die scheinen alle ganz gut einen im Tee zu haben. Sie wollen alle mal die Ausländer sehen, die auf die Mauer wollen. Aber immerhin- er gibt uns das Versprechen, dass wir am nächsten Tag hochdürfen. Nach dem Essen sind wir dann ganz alleine im Hotel und trinken noch ein Fläschchen Wein im gemütlichen Wohnzimmer.
Am nächsten Tag geht es nach einem perfekten Frühstück los. Die Wanderung hat’s in sich. Hier war scheinbar wirklich schon ewig niemand mehr unterwegs. Eine Machete wäre praktisch gewesen. Alles ist total zugewachsen. Teilweise nicht so einfach, den richtigen Weg zu finden. Nach etwa eineinhalb Stunden sind wir oben auf der Mauer. Keine Menschenseele weit und breit! Wir gehen einige Kilometer auf der Mauer, teilweise sehr steil und rutschig. Richtig schön! Irgendwann schlagen wir uns durch eine Schlucht zurück zum Startpunkt. Im Hotel kühlen wir uns im Pool und mit einem Bierchen ab und bekommen dann noch ein extrem leckeres Mittagessen, bevor es zurück nach Peking geht.

































In Peking finden zur Zeit zwei große Turniere statt. Das China Smash Tischtennisturnier und das Tennisturnier China Open. Die besten Spieler der Welt treten hier an und wir haben Tickets ergattert. Die Deutschen schneiden leider nicht so toll ab, aber es ist trotzdem richtig cool. Nächstes Jahr wieder!
















Die letzten Tage ziehen wir um in Johannas und Manuels Hutong, um auf ihre Katzen aufzupassen. Wir spazieren durch die umliegenden Viertel und den Beihai Park. Und einen Ausflug ins Galerienviertel 798 machen wir auch noch. Das war eine mega Woche und ein herrlicher September!















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