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Geburtstag, Wein, Schnee und ein halbes Motorrad
Geburtstag, Wein, Schnee und ein halbes Motorrad

Geburtstag, Wein, Schnee und ein halbes Motorrad

Nun sitzen Wiebke und ich gemütlich bei Tee, Kaffee, Kuchen oder Glühwein in Deutschland unter dem Weihnachtsbaum. Eine schöne Gelegenheit, die letzten Ereignisse des Jahres in Peking zusammenzufassen.

Da wäre beispielsweise mein Geburtstag. Wiebke und ich haben uns ein schönes Frühstück gegönnt – erst zum Wachwerden eine Pulle Prosecco mit Käsekuchen, dann sind wir zum Glück noch etwas Richtiges essen gegangen (den restlichen Sekt im Pappbecher dabei). Am Abend haben wir eine Runde um den Block gedreht. Das Wetter war schön, und ich habe die Gelegenheit genutzt, das neue Objektiv zu testen. Selbst in der Garage beim Motorrad standen einige Geschenke! Am Wochenende darauf haben wir mit ordentlich scharfem Chili (Chilischoten von unserer eigenen Pflanze) und Glühwein mit Freunden auf meinen Geburtstag angestoßen und sind gemeinsam in die Vorweihnachtszeit gestartet! Am Morgen nach der Feier ging unser Flug nach Okinawa (LINK zur Nachlese) – Schweinsgallop, sage ich mal.

Die Geburtstags- und Adventsparty mussten wir allerdings in den ohnehin schon gut gefüllten Veranstaltungskalender in Peking quetschen. Da gab es Halloween-Partys, Konzertbesuche im Opernhaus, Hotpot mit Freunden, BBQ (Lamm am Spieß), Grünkohl bei einem deutschen Koch und eine Clubnacht mit gepanschtem Alkohol und veritablen Vergiftungssymptomen – dort werden jetzt nur noch Flaschenbiere geordert.

Seit Oktober steht mein Motorrad nun, in eine Kruste aus Sand, Kohle und sonstigem Schmotz gehüllt, in der Garage und wartet auf Pflege und Wartung. Geplant habe ich, alle Lager im Fahrwerk instand zu setzen, einen neuen Kettensatz mit kürzerer Übersetzung zu montieren, neue Reifen aufzuziehen, Öl und Ölfilter zu wechseln, den Luftfilter zu erneuern, eine straffere Feder (bin mit Gepäck zu schwer) einzubauen, eine Titan-Auspuffanlage zu montieren und eine sanfte Anpassung der Motorsteuerung vorzunehmen – das soll eine bessere Leistungsverteilung, vor allem in Höhenlagen, garantieren. Früher hätte man das stumpf „Leistungstuning“ genannt – LOL. Es ist kaum zu glauben, wie viel Verschleiß am Motorrad nach so einer gewaltigen Tour zu sehen ist – in den Lagern am hinteren Fahrwerk ist alles drin: Wasser, Sand, Schlamm – nur kein Fett.

Meinen Helm habe ich entsorgt, nachdem ich selbst nach diversen Reinigungsdurchgängen immer noch Rückstände von zerschellten Insekten und Vögeln sowie dem unfassbar vielen Staub gefunden habe.

Zwischendurch genießen wir den Pekinger Herbst – unser Balkon ist einer der besten Orte dafür! Seit es kälter ist, trainiere ich wieder drinnen auf dem Fahrradtrainer. Wir essen gut und besuchen Weihnachtsmärkte – einer wurde in unserer Nachbarschaft auf dem Gelände der deutschen Botschaft ausgerichtet, und Wiebke konnte sogar bei einer Reise nach Shanghai kurz über den dort veranstalteten Christkindlmarkt schlendern!

Wiebke und „die Mädels“ gönnen sich ein Wochenende in Ningxia. Mit dem Nachtzug geht es zu einem Weingut, und man vertreibt sich die Zeit standesgemäß – starke Nummer! 😊

Und dann fällt Schnee in Peking – wunderschön! Wenn man allerdings irgendwie am öffentlichen Leben teilhaben muss und von A nach B gelangen will, vergeht einem die Freude sofort. Der Straßenverkehr bricht regelmäßig zusammen, wenn es die zwei Mal im Jahr schneit … LOL.

Wir freuen uns darauf, euch vielleicht über die Feiertage während unseres Besuchs in Deutschland zu treffen, wünschen euch aber auf jeden Fall schon einmal ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr! 🎆


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Bad Bodenteich[/leaflet-marker]

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